Die Pferderennbahn Hippodrome de la Solle, eingebettet in einer grünen Oase im Herzen des Waldes von Fontainebleau, ist eine der ältesten Pferderennbahnen Frankreichs. Ihre Geschichte reicht bis in die Regierungszeit Ludwigs XVI. zurück, als die Herzöge von Artois und Chartres am 11. November 1776 in Anwesenheit des Königs, der zur Jagd gekommen war, die ersten Rennen veranstalteten.
Die Pferderennbahn wurde 1862 offiziell gegründet, nachdem im Rathaus von Fontainebleau eine Zeichnungsaktion gestartet worden war. Die Société Hippique Départementale (Pferdesportverein des Departements) organisierte dort ihre ersten Wettkämpfe. Die Arbeiten umfassten den Bau einer 2400 Meter langen Rennbahn (eine Premiere in Frankreich) mit einer Linkskurve, die mit Hilfe der Jäger der Garde realisiert wurde.
Die offizielle Einweihung fand am 22. Juni 1862 in Anwesenheit von Kaiser Napoleon III. und Kaiserin Eugénie statt und zog eine beeindruckende Menschenmenge von 30.000 Zuschauern an, darunter 4.000, die eigens mit dem Zug aus Paris angereist waren.
Heute finden auf der Pferderennbahn Hippodrome de la Solle jährlich mehr als zwanzig Renntage statt. Seit dem Jahr 2000 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt, um die bestehenden Einrichtungen zu verbessern, insbesondere in Bezug auf Sicherheit, Tribünen und Restaurants.
Die leicht erreichbare Pferderennbahn verfügt über eine behindertengerechte Infrastruktur mit einem rollstuhlgerechten Eingang und Parkplätzen. Ein historischer Ort, an dem Pferdesporttradition und Unterhaltung in einer außergewöhnlichen Naturkulisse aufeinandertreffen.

















